Christen & Muslime

Der verlogene Dialog

Beispiel: Hanau | EKD

Christen in muslim. Ländern

Beispiele: Türkei | Saudi Arabien |

Religionsfreiheit auf Gegenseitigkeit?

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Situation in einzelnen Ländern:

A S I E N
Afghanistan
Bangladesch
Bahrain
Brunei
Indonesien
Irak
Iran
Jemen
Jordanien
Katar
Kuwait
Libanon
Malaysia
Malediven
Oman
Pakistan
Palästina
Saudi-Arabien
Syrien
Türkei
VAR
ZENTRALASIEN

A F R I K A
Ägypten
Algerien
Burkina Faso
Eritrea
Guinea-Bissau
Libyen
Mali
Marokko
Mauretanien
Niger
Nigeria
Senegal
Somalia
Sudan
Tschad
Tunesien

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Kein Urlaub in Ländern, die Christen diskriminieren!
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Texte über Ahmadiyya

"Hurra, wir bekommen eine Moschee und wollen gar keine!"

interreligiöser "Dialog"

"Die gesellschaftlich Verantwortlichen fordern die ständige Verinnerlichung von Toleranz, ohne allerdings gleichzeitig mitzuteilen, aufgrund welchen konkreten Interesses die aufnehmende Bevölkerung die islamische Zuwanderung fördern sollte. Es fehlt die Information, womit ein solches Interesse zu begründen wäre und auf welcher Art von Identität die neue Toleranz aufzubauen hätte."

aus: Hans-Peter Raddatz: "Von Gott zu Allah?", S. 19

 

"Europa ist dabei, sich völlig mißbrauchen zu lassen im Namen der Toleranz und des Dialoges. Man erlebt eine langsame Infiltrierung der Strukturen ... Ich bin ebenso für eine Öffnung zum Fremden wie ich die Integration von Strömungen zurückweise, die die Demokratie ins Wanken bringen und universelle Werte in Frage stellen, um ein regressives und obskurantistisches Weltbild durchzusetzen, das vierzehn Jahrhunderte hinter der Zeit ist".

Henri Boulad, in Ägypten geborener und aufgewachsener Jesuitenpater in einem Gespräch mit der Schweizer Zeitung Le Courrier (3.11.96). Der langjährige Leiter von "Caritas Ägypten" zeigte in dem Gespräch auf, wie sehr die Christen in der arabischen Welt diskriminiert werden und wie der Islam aus Angst vor dem Christentum diesem alle Rechte verweigert, die er für sich in den christlichen Ländern "selbstverständlich" in Anspruch nimmt.

 

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Faktenabwehr und Denkverzicht sind die "ultimativen Waffen der Ignoranz" gegen die Durchsetzungsmacht von Wahrheit und Vernunft.
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Die Frauen-Emanzipation ist das existentielle Bedrohungspotential schlechthin für den Islam.
s.a. Der Islam, die Frau und der Teufel

 

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GG Artikel 20:
(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
...
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.
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Bibel | Grundgesetz | Koran

 

 

 

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Laxe Begrifflichkeit und doppelte Standards sind das geistige Gift, das die Auseinandersetzung mit dem Islam z.Zt. noch in Deutschland zur Farce macht. Für einen zukunftsoffenen Dialog müssen Nachdenklichkeit wie Einsicht auf beiden Seiten wachsen. Toleranz kann keine Einbahnstrasse sein.
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Christos Pantokrator - Apsis der Abtei St. Hildegard bei Eibingen/Rüdesheim

Zwischen Freiheit und Verfolgung

Christen in Ländern mit muslimischer Mehrheit
Dokumentation der Kath. Internationalen Presseagentur

Freiburg i. Ü., 05.12.2001 (Kipa) Nicht erst der 11. September und die erklärte Feindschaft islamischer Extremisten gegen dem Westen haben die Frage nach dem Verhältnis von Christen und Muslimen neu aufgeworfen. Im katholischen Bereich hat die Dialog-Euphorie der 70er Jahre Ernüchterung Platz gemacht. Christen in vielen islamischen Ländern sehen sich mit wachsenden fundamentalistischen Bewegungen im Islam konfrontiert. Bei den Bischofssynoden für Afrika (1994) und Asien (1998), aber auch beim jüngsten Weltbischofstreffen gab es neben dem Appell zum offenen Dialog auch warnende Stimmen.

Papst Johannes Paul II. hat bei seinen Auslandsreisen immer wieder die Begegnung mit dem Islam gesucht und für Toleranz, Gegenseitigkeit und für einen Dialog unter gleichberechtigten Partnern geworben. Sein erster Besuch einer Moschee in Damaskus im Mai sollte ein neuer Anstoss sein.

Die nachfolgende Zusammenstellung basiert in weiten Teilen auf einer Ländersicht des vatikanischen Missions-Nachrichtendienstes Fides. Experten geben zu bedenken, dass Zahlenangaben für diese Regionen oft widersprüchlich sind.

ASIEN
Christen geniessen Kultusfreiheit, missionarische Tätigkeit ist nicht erlaubt In den mehrheitlich muslimischen Ländern zwischen Nahost und Indonesien sind die Beziehungen zwischen Muslimen und Christen nicht immer einfach. Interreligiöser Dialog ist vor allem dort möglich, wo es sich bei den Christen um Einheimische handelt, die mit den Muslimen Sprache und Kultur teilen. Auf der arabischen Halbinsel ist der Dialog problematisch, weil es sich bei den dortigen Christen meist um Ausländer handelt, die sich zu Arbeitszwecken für wenige Jahre im Land aufhalten.

In Saudi-Arabien gibt es keine Religionsfreiheit. In Afghanistan wurde die christliche Präsenz unter dem Taliban-Regime ausgelöscht. Da die missionarische Tätigkeit von den Regierungen oft als Proselytenmacherei betrachtet wird, beschränkt sich christliche Präsenz in vielen muslimischen Ländern auf ein Glaubenszeugnis durch das Leben inmitten der Bevölkerung - wie bei den Franziskanern oder den Charles-de-Foucauld-Schwestern in Afghanistan, Pakistan und der Türkei - sowie auf die Förderung sozialer Einrichtungen, Arbeit in Krankenhäusern, Schulen und Waisenheimen. [zurück]

AFGHANISTAN
Einwohner: 25.000.000; Religion: Muslime 99 %, Christen: wenige Dutzend. Das Taliban-Regime hat die Reste der christlichen Minderheit, die bis zum Jahr 2000 etwa 7.000 Mitglieder hatte, praktisch aus dem Land vertrieben. In Kabul leben derzeit drei Schwestern aus der Kongregation der Kleinen Schwestern von Charles de Foucauld, die im Stillen der einheimischen Bevölkerung helfen. [zurück]

BANGLADESCH
Einwohner: 129.000.000; Religion: Muslime 88 %, Christen 0,3 %.
Der
Islam ist im Land seit 500 Jahren verbreitet und ist heute Staatsreligion. Er spielt im gesellschaftlichen Leben eine wichtige Rolle, die islamischen Gesetze der Scharia sind aber nicht Landesgesetze. Die Rechte christlicher Minderheiten sind gesetzlich anerkannt, die interreligiösen Beziehungen gelten als gut. Die christliche Minderheit engagiert sich im Rahmen der Caritas Bangladesch sowie durch zahlreiche soziale und karitative Dienste für die Bekämpfung der Armut. Dafür wird sie im Allgemeinen von der Bevölkerung geschätzt.

Die katholische Kirche engagiert sich auch im Bildungswesen: 518 Schulen befinden sich in kirchlicher Trägerschaft. Zudem verwalten die Katholiken 340 Gesundheitseinrichtungen. Das Christentum wird als "ausländische Religion" betrachtet. Die katholische Gemeinschaft ist noch jung, die Inkulturation noch nicht weit fortgeschritten. Missionare werden häufig mit Misstrauen betrachtet und erhalten oft nur unter Schwierigkeiten ein Einreisevisum. [zurück]

BAHRAIN
Einwohner: 617.000; Religion: Muslime 82,4 %, Christen 10,5 %.
Die rund 60.000 Christen verschiedener Konfessionen geniessen weitgehend Kultusfreiheit. Es gibt drei katholische Priester und sieben Comboni-Schwestern, die eine Schule mit 1.600 Schülern leiten. Vor kurzem wurde der Bau einer grossen katholischen Kirche fertiggestellt. Es gibt Tendenzen zur Öffnung gegen Demokratie und anderen Religionen. [zurück]

BRUNEI
Einwohner: 307.000; Religion: Muslime 70 %, Christen 7,7 %.
Der Islam ist im Sultanat Staatsreligion. Obwohl die Verfassung die Ausübung aller Religionen "in Frieden und Harmonie" garantiert, wurde dies mit der Zeit eingeschränkt. In den vergangenen zehn Jahren hat die Regierung Predigten und Bekehrungen untersagt, Bischöfen und Missionaren Visa verweigert, die Einfuhr von religiösem Material verboten und keine Genehmigungen für den Bau von Kirchen erteilt. Das Bildungsministerium verpflichtet alle Schüler, auch die nichtmuslimischen, den islamischen Religionsunterricht zu besuchen und Arabisch zu lernen. Auch an Privatschulen ist christlicher Religionsunterricht untersagt, islamischer dagegen verpflichtend. [zurück]

INDONESIEN
Einwohner: 211.000.000; Religion: Muslime 88 %, Christen 10 %
. Indonesien ist mit rund 180 Millionen Muslimen das zahlenmässig grösste islamische Land der Welt. Die auf der Pancasila, den fünf grundlegenden Prinzipien des Staates, gründende Verfassung garantiert Kultusfreiheit für die anerkannten Religionen (Islam, Christentum, Buddhismus, Hinduismus), was von der Regierung - im Allgemeinen - respektiert wird. Der indonesische Islam gilt als gemässigt, das Zusammenleben mit christlichen Minderheiten ist in den meisten Regionen friedlich. Mit Beginn der Bombenangriffe auf Afghanistan kam es zu Protestkundgebungen fundamentalistischer Muslim-Bewegungen. Die gemässigten islamischen Gruppen Nahdlatul Ulama/NU und Muhamadiya (mit rund 70 Millionen Mitgliedern) riefen dagegen ihre Anhänger zur Ruhe auf.

In den vergangenen zwei Jahren kam es zu fundamentalistischer muslimischer Gewalt auf den Molukken. Hinter den Unruhen sehen Beobachter weniger einen Religionskonflikt als einen Machtkampf. Religiöse Gegensätze wurden insbesondere von den Vertretern der von aussen kommenden und von der Armee unterstützten "Laskhar Dschihad" geschürt. Zu Spannungen im Land führten eine Reihe von Attentaten auf christliche Kirchen in Jakarta an Weihnachten 2000. Auch im Juli 2001 wurden dort zwei Bombenanschläge auf Kirchen verübt. Die neue Staatspräsidentin Megawati Sukarnoputri hat vor einer "Balkanisierung" Indonesiens gewarnt, falls die ethnischen und religiösen Konflikte nicht unter Kontrolle kämen.

In dem 1976 von Indonesien annektierten Osttimor, das mehrheitlich von Christen bewohnt wird, war es Ende der 90er Jahre zu einem Bürgerkrieg und auch religiös motivierten Unruhen gekommen. In einer Volksabstimmung sprach sich 1999 die grosse Mehrheit für eine Unabhängigkeit aus. Daraufhin kam es zu gewalttätigen griffen pro-indonesischer Milizen, in deren Folge mehr als 1.000 Menschen getötet wurden. Im August 2001 fanden dort freie Wahlen statt. [zurück]

IRAK
Einwohner: 23.000.000; Religion: Muslime 96 %, Christen 4 %.
Im Irak ist der
Islam Staatsreligion, doch - wie der chaldäische Patriarch Raphael I. Bidawid wiederholt betonte - bereiten der Bevölkerung weniger die Beziehungen zu den Muslimen als vielmehr die durch das Embargo bedingte Armut Probleme. Christen sind auch in der Regierung vertreten, etwa der stellvertretende Premierminister Tarik Asis. Im Norden des Landes gibt es eine kurdische christliche Gemeinde mit antiker Tradition. [zurück]

IRAN
Einwohner: 62.000.000; Religion: Muslime 99 %, Christen 0,1 %.
Seit
der Proklamation der islamischen Republik 1979 ist der schiitische Islam Staatsreligion. Freiheiten sind für Minderheiten eingeschränkt. Die Verfassung legt jedoch fest, dass kein Anhänger anderer Religionen zum tritt zum Islam gezwungen werden kann; Bekehrungen von Muslimen sind jedoch untersagt. Religiöse Minderheiten dürfen im Iran die eigenen Riten in ihren Kulträumen zelebrieren. Christen, die muslimische Schulen besuchen, sind nicht verpflichtet, am islamischen Religionsunterricht teilzunehmen. Sie dürfen ihren eigenen Religionsunterricht besuchen. Ihre Lehrbücher müssen allerdings vom Bildungsministerium genehmigt werden und geben deshalb den Glauben nicht immer vollständig wieder. Der im Juni wiedergewählte Staatspräsident Mohammed Khatami verfolgt seit 1997 einen gemässigten Reformkurs. Mit den Christen und insbesondere mit dem Vatikan gibt es auf internationaler Ebene Gemeinsamkeiten und Zusammenarbeit, etwa zum Schutz des Lebens und der Familie. [zurück]

JEMEN
Einwohner: 18.100.000; Religion: Muslime 98,8 %, Christen 0,25 %
. Die1990 verabschiedete Verfassung der Republik gründet auf dem Islamrecht Scharia. Christen geniessen Kultusfreiheit, Proselytenmacherei ist jedoch verboten. In jüngster Zeit kam es zu Verstössen gegen Menschenrechte und Religionsfreiheit: Im Januar 2000 wurde ein zum Christentum getretener somalischer Staatsbürger zum Tod verurteilt. 1998 wurden drei Missionsschwestern ermordet. [zurück]

JORDANIEN
Einwohner: 6.300.000; Religion: Muslime 96 %, Christen 4 %.
Christen
geniessen vom Staat garantierte Religionsfreiheit, jedoch mit gewissen Einschränkungen. Im Februar 2000 forderten 53 der 80 Parlamentsabgeordneten in einer Petition die Einführung der Scharia. Verschiedene Gruppen, die mit christlichen Missionsorganisationen zusammenarbeiten, klagten bürokratische Schwierigkeiten bei Aufenthaltsgenehmigungen. Die Regierung verbot verschiedenen protestantischen Organisationen die Verbreitung von Bibeln und erteilte keine Genehmigung für öffentliche Kundgebungen der Gläubigen. Zum Papstbesuch im März 2000 wurde den Katholiken das Stadion von Amman für einen Gottesdienst zur Verfügung gestellt. [zurück]

KATAR
Einwohner: 600.000; Religion: Muslime 82,7 %, Christen 10,4 %
.Gegenwärtig ist die Situation der Christen gut. Die Regierung hat im Zeichen der Öffnung und der religiösen Toleranz Ende 1999 den Bau der ersten katholischen Kirche in der Hauptstadt Doha genehmigt. Früher war die öffentliche Ausübung nichtmuslimischer Religionen untersagt. [zurück]

KUWAIT
Einwohner: 1.900.000; Religion: Muslime 83 %, Christen 12,7 %.
Die
Religionsfreiheit wird von der Verfassung garantiert. Christen, bei denen es sich ausschliesslich um ausländische Arbeitnehmer handelt, geniessen Kultusfreiheit in einem allgemeinen Klima der Toleranz. Es gibt zwei katholische Gotteshäuser: die Kathedrale von der Heiligen Familie in der Wüste und die Kirche Unserer Lieben Frau von Arabien in Ahmadi. Vor einem Jahr erhielt ein privates Unternehmen die Genehmigung zur Einfuhr von Bibeln und religiösem Material. [zurück]

LIBANON
Einwohner: 4.000.000; Religion: Muslime 59 %, Christen 41 %.
Der
Libanon mit seinen verschiedenen Kulturen galt lange Zeit als ein Beispiel für christlich-muslimisches Zusammenleben. Seit der Unabhängigkeit (1943) wird der Staat als laizistisch und pluralistisch definiert, Religionsfreiheit wird garantiert. Nach einem festgelegten Schlüssel sind die wichtigsten Staatsämter nach Religionszugehörigkeit verteilt. Mit der Ankunft der bis zu 500.000 palästinensischen Flüchtlinge und unter dem Einfluss der Nachbarländer (Syrien und Israel) und der Nahost-Problematik brach 1975 ein Krieg mit wechselnden Frontstellungen aus, der sich bis 1990 hinzog. drei Viertel der insgesamt rund 150.000 Kriegsopfer waren Christen. Die lange Kriegsdauer veranlasste viele vor allem christliche Familien zur Auswanderung. Dadurch verloren die Christen die demografische Mehrheit im Land. Durch den Krieg wurde auch das interreligiöse Zusammenleben zerstört, das zuvor auf gegenseitigen Garantien zwischen den Glaubensgemeinschaften basiert hatte.

Infolge des Einflusses aus den Nachbarländern nimmt heute der islamische Integralismus im Libanon zu. Die schiitische "Hisbollah" ("Partei Gottes") fordert die Gründung eines muslimischen Staates nach Vorbild des Iran. Nach dem Rückzug der israelischen Truppen aus dem Libanon im Mai 2000 brachten die christlichen Gemeinschaften im Südlibanon ihre Sorge ihr zukünftiges Schicksal zum Ausdruck. Gleichzeitig forderten viele Christen des Landes, darunter auch der maronitische Patriarch, Kardinal Nasrallah Sfeir, sowie Drusen und Muslime den Rückzug der syrischen Truppen aus dem Land. Der Papstbesuch 1997, der von Christen und Muslimen begrüsst wurde, zeigte, dass das konfessionsgreifende Gewebe noch Bestand hat. [zurück]

MALAYSIA
Einwohner: 22.200.000; Religion: Muslime 50 %, Christen 8,3 %.
In der konstitutionellen Monarchie ist der Islam Staatsreligion. Religionsfreiheit ist in der Verfassung garantiert; fundamentalistische islamische Bewegungen üben allerdings auf politischer und sozialer Ebene Druck aus. Proselytenmacherei wird verurteilt, christliche Presse kann nur unter Schwierigkeiten veröffentlicht werden. Der Bau von Kirchen wird nur mit grossen Einschränkungen genehmigt. Seit rund einem Jahrzehnt versucht die fundamentalistische Partei, das Islamrecht Scharia einzuführen. [zurück]

MALEDIVEN
Einwohner: 286.000; Religion: Muslime 99,2 %, Christen 0,1 %.
In dem Urlaubsparadies mit jährlich 400.000 Touristen ist der Islam Staatsreligion, andere Religionen sind verboten. Es gilt die Scharia, wobei Beobachter auf Toleranz etwa beim Alkoholkonsum verweisen. Es gibt keine christlichen Kultstätten; öffentliches Zeugnis kann bestraft werden. Anfang 1999 leitete die Regierung in den Medien eine massive Islamisierungskampagne ein, in deren Rahmen auch neue Moscheen errichtet wurden. [zurück]

OMAN
Einwohner: 2.500.000; Religion: Muslime 87,4 %, Christen 4,9 %.

(Katholiken: 55.000) Wie in den anderen kleinen Sultanaten finden auch im Oman regelmässig christliche Gebets- und "Wortgottesdienste" statt. Das Sultanat hat Grundstücke zum Bau von Gotteshäusern zur Verfügung gestellt und den Bau von Kirchen finanziert. Der Sultan stiftete der Kirche in Maskat eine deutsche Orgel. Es gibt christliche Schulen, die Christen dürfen sich in Organisationen zusammenschliessen. [zurück]

PAKISTAN
Einwohner: 141.000.000; Religion: Muslime 97 %, Christen 1,5 %.
Christliche Minderheiten werden durch das "separate Wahlsystem" diskriminiert: Nichtmuslime dürfen ihre Stimme nur einer beschränkten Anzahl von Kandidaten der jeweiligen Religion geben. Christenführer protestieren zudem gegen den Blasphemie-Paragrafen, der die Todesstrafe für jeden vorsieht, "der mit Wort oder Schrift oder auf andere Art und Weise direkt oder indirekt den heiligen Propheten Mohammed beleidigt" (Pakistanisches Strafgesetzbuch, 1986, Paragraf 295 c). Präsident Pervez Muscharraf hatte im Mai 2000 eine Änderung dieses Paragrafen angekündigt, dann jedoch offenbar dem Druck integralistischer Muslime nachgegeben.

Zuletzt kam es zunehmend zu Kundgebungen muslimischer Integralisten, die das Christentum pauschal mit den USA identifizieren. Am 28. Oktober nahmen muslimische Extremisten die Gottesdienstgemeinde einer christlichen Kirche von Bahawalpur unter Beschuss; dabei gab es 18 Tote und 5 Schwerverletzte. Bereits in der Vergangenheit waren die christlichen Minderheiten mehrfach Gewalt ausgesetzt. Als 1981 saudiarabische Extremisten die Kaaba in Mekka besetzten, wurden Brandanschläge auf Kirchen und Klöster in Pakistan verübt. 1991 wurde nach den alliierten Angriffen auf den Irak das Kloster von Rawalpindi geplündert. 1997 wurde das christliche Dorf Shantinagar (im Norden der Region Pandschab) dem Erdboden gleichgemacht. [zurück]

PALÄSTINA
Einwohner: 2.200.000; Religion: Muslime 73,5 %, Christen 8,6 %.
Die Christen in den Palästinensergebieten gehören unterschiedlichen Kirchen an: Katholiken (Lateiner und Unierte), Orthodoxe, Armenier und Protestanten. Im Westjordanland leben rund 20.000 Katholiken des lateinischen Ritus, die dank des Engagements zahlreicher Orden im Bildungswesen und im Sozialwesen in der Bevölkerung sehr geschätzt werden. Seit Beginn der zweiten Intifada im September 2000 hat der Druck fundamentalistischer Gruppen zugenommen, die einen islamischen Palästinenserstaat fordern.

Der traditionell eher liberale Islam unter den Palästinensern ist zunehmend Strömungen ausgesetzt, die die Gefahr einer Ausgrenzung der Christen aus der Politik beinhalten. Die Kirchen leiden unter dem Leben als Minderheit in einem vorwiegend muslimischen Umfeld, das einerseits politische Solidarität fordert, andererseits die Christen vielfach als Randgruppe betrachtet. Viele Christen, vor allem Jugendliche und junge Familien wandern aus. Am 15. Februar 2000 wurden Vereinbarungen zwischen dem Vatikan und der Palästinensischen Befreiungsorganisation unterzeichnet, in denen die PLO der Kirche die freie Arbeit auf palästinensischem Territorium garantiert und sie als juristische Person anerkennt. [zurück]

Anmerkung: ISRAEL In Galiläa, vor allem in Nazareth, gibt es verschiedene Einrichtungen der rund 45.000 Melkiten - ein Seminar, ein Kolleg und zwei Schulen -, aber auch der Lateiner und anderer Denominationen. Die Zahl der Protestanten wird auf rund 2.500 geschätzt. Zu Spannungen zwischen Christen und Muslimen führte der soeben begonnene Bau einer Moschee auf dem Vorplatz der Verkündigungsbasilika in Nazareth. Der Vatikan, Christen in aller Welt, aber auch muslimische Behörden vor Ort und aus dem Ausland sowie Palästinenserführer Arafat hatten heftige Kritik an dem Bauvorhaben geübt. [zurück]

SAUDI-ARABIEN
Einwohner: 21.600.000, davon 6.000.000 ausländische Arbeiter; Religion: Muslime 93,7 %, Christen 3,7 %.
Die Christen sind die grösste nichtmuslimische Glaubensgemeinschaft in Saudi-Arabien. Die Religionsfreiheit der christlichen Gemeinschaft - grösstenteils ausländische Arbeitnehmer - ist eingeschränkt. Nichtmuslimische Religionen dürfen in Saudi-Arabien keine Kultstätten errichten. Christen dürfen sich auch in Privatwohnungen nicht zum Gebet versammeln. Gebetsgruppen in Riad, Dschiddah, Al Dschubayl und Damman werden von den saudi-arabischen Behörden kontrolliert. Proselytenmacherei ist unter Androhung der Todesstrafe verboten. Schon der Besitz von nichtmuslimischen religiösen Gegenständen wie Rosenkranz, Kreuze, Heiligenbilder oder Bibeln kann die Religionspolizei auf den Plan rufen. Das Verbot anderer Kulte wird damit begründet, dass "sich die Sakralität der Heiligen Städte Mekka und Medina auf das ganze Territorium ausdehnt". [zurück]

SYRIEN
Einwohner: 16.500.000; Religion: Muslime 85 %, Christen 7 %.
Das syrische Christentum setzt sich aus verschiedenen Gruppen zusammen: Griechisch-Orthodoxen (500.000), Melkiten (200.000), Armenisch-Gregorianischen (150.000), Syrisch-Orthodoxen, Syrisch-Katholischen, Armenisch-Katholischen, Maroniten, Assyrern, Chaldäern, Protestanten und Lateinern. Ein institutioneller Laizismus - der Islam ist nicht Staatsreligion, sondern die Religion des Staatsoberhauptes - garantiert den Christen eine relative Gleichberechtigung, obschon sie strengen Kontrollen unterstehen. Die seit 1964 regierende Baath-Partei versucht die verschiedenen Minderheiten des Landes in ein "arabisches" Konzept zu integrieren. Christliche Gemeinden dürfen Grundstücke kaufen und Kirchen oder andere Pastoraleinrichtungen bauen. Priester sind nicht zum Wehrdienst verpflichtet. In der Vergangenheit hat Syrien fundamentalistische Bewegungen durch Unterdrückungsmassnahmen eingeschränkt (so ist z.B. auch die protestantische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Syrien immer noch verboten!). [zurück]

TÜRKEI
Einwohner: 66.600.000; Religion: Muslime 97 %, Christen 0,6 %.
Die türkische Verfassung garantiert die Trennung zwischen Religion und Staat sowie die Religions- und Kultusfreiheit. In der Praxis ist der Islam jedoch Staatsreligion. Ein staatliches Büro für Religiöse Angelegenheiten ist für die Beziehung zu den Religionen zuständig. Es kontrolliert alle mit dem Islam in Verbindung stehenden Aktivitäten, ernennt führende Religionsvertreter und weist ihre Gehälter. Proselytenmacherei ist nicht gesetzwidrig. Nach Angaben der US-amerikanischen Menschenrechtsorganisation "Freedom House" wurden jedoch Christen, die ihren Glauben öffentlich bekannten, von der Polizei wegen Störung der öffentlichen Ordnung festgenommen. ausführlichere Analyse | [zurück]

VEREINIGTE ARABISCHE EMIRATE
Einwohner: 2.400.000; Religion: Muslime 75,6 %, Christen 11,1.
Eine provisorische Verfassung von 1971 erklärt den Islam zur Staatsreligion. Die christliche Gemeinschaft geniesst jedoch Kultusfreiheit und engagiert sich im Bildungswesen und im Sozialbereich. In den Emiraten sind 14 katholische Priester tätig; sechs Schulen befinden sich in kirchlicher Trägerschaft. Gottesdienste können in den fünf Pfarreien des Landes und in Privatwohnungen gefeiert werden. Im Emirat Abu Dhabi finden auch regelmässig Gottesdienste in der katholischen Kathedrale statt; in Dubai steht die grösste katholische Kirche des Nahen Ostens. Die christliche Gemeinschaft mit ihren mehr als 30.000 Gläubigen erhielt die Erlaubnis zum Bau einer weiteren Kirche. [zurück]

ZENTRALASIEN
Friedlicher Islam trotz extremistischer Infiltration.
In den ehemaligen
zentralasiatischen Sowjetrepubliken ist der Islam oft von der mystischen Prägung der sufischen Bruderschaften beeinflusst. Mancherorts gibt es jedoch neben diesen moderaten Hauptströmungen extremistische Infiltrationen, die darauf abzielen, islamische Regime in der Region zu errichten. Um dieser "politisch-religiösen" Gefahr entgegenzuwirken, haben sich Russland, China, Kasachstan, Kirgistan und Tadschikistan zur gemeinsamen regionalen politischen und religiösen Planung im so genannten "Schanghai 5"-Forum zusammengeschlossen. [zurück]

 

AFRIKA
Zwischen Frieden und Konflikt: Alte Strukturen haben weitgehend Bestand. In vielen Ländern Afrikas leben Christen und Muslime zusammen. Die Beziehungen zwischen den Religionen sind jedoch höchst unterschiedlich. In manchen Staaten gibt es ein friedliches Zusammenleben, andernorts Spannungen und Auseinandersetzungen. Die meisten Konflikte entstehen in Ländern, in denen der Islam Staatsreligion ist und das Islamrecht Scharia gilt. In solchen Ländern kann die katholische Kirche nur in sehr eingeschränktem Mass tätig werden; Religionsunterricht und Missionierung sind dort verboten; Muslime, die sich zum Christentum bekehren, werden verfolgt. Als grosses Problem wird das Eindringen islamischer Extremisten empfunden, die aus dem Ausland, etwa von Saudi-Arabien finanziert werden und das vorwiegend tolerante Wesen des einheimischen Islam entfremden. [zurück]

ÄGYPTEN
Einwohner: 62.110.000; Religion: Muslime 90 %, Kopten 8 %.
Die ägyptische Verfassung garantiert Gleichberechtigung aller Bürger vor dem
Gesetz, unabhängig von Sprache, Rasse und Religion. Das Justizsystem hat jedoch islamischen Charakter: 1971 erklärte ein Urteil des Verfassungsgerichts "den Islam als Staatsreligion und jedes Gesetz, das dem Islam widerspricht, als verfassungswidrig". Formell ist Missionierung nicht verboten; allerdings wird ein Artikel der Strafgesetzgebung, der Handlungen gegen den sozialen Frieden untersagt, auf zum Christentum übergetretene Muslime angewandt.

Vor allem in Oberägypten, wo die christliche Präsenz stärker ist als im Norden, werden koptische Christen durch extremistische islamische Bewegungen bedroht. Diese Gruppen werden von der Regierung verfolgt. Viele vermeintlich religiöse Konflikte haben allerdings wirtschaftliche oder soziale Hintergründe. Sie enden oft mit Plünderungen und Brandanschlägen auf Häuser und Geschäfte der anderen Glaubensgemeinschaft. An der Basis wird jedoch auch der Dialog gesucht. Die griechisch-katholische Pfarrgemeinde in Kairo ist etwa mit ihrem Al-ikhaa ad-dini-Verband ein Bezugspunkt für diesen Dialog. Auch die deutsche katholische Auslandsgemeinde sucht mit ihrem "Ökumenischen Zentrum Kairo" den Kontakt zum Islam. [zurück]

ALGERIEN
Einwohner: 29.476.000; Religion: Muslime 99,5 %, Christen 0,5 %. In dem Staat herrscht seit 1992 Bürgerkrieg zwischen der von der Armee beeinflussten Regierung und islamischen Extremisten. Im Kampf zwischen den Streitkräften und verschiedenen islamischen Gruppen starben bis heute mehr als 100.000 Menschen. Auch die kleine christliche Gemeinschaft zählte viele Opfer: Seit 1992 starben Bischof Pierre Claverie von Oran sowie 17 Priester und Ordensleute. Dutzende von ausländischen Gläubigen wurden nicht nur wegen ihrer Herkunft, sondern auch wegen ihres Glaubens ermordet. Die zumeist ausländischen Katholiken in Algerien versuchen jedoch weiter durch professionelle Kompetenz, soziales Engagement und freundschaftliche Beziehungen den Brückenschlag. [zurück]

BURKINA FASO
Einwohner: 10.891.000; Religion: Naturreligionen 45 %, Muslime 43 %.
In dem extrem armen Land gibt es seit 1989 verschiedene Formen von islamischem Extremismus. Während des Golfkriegs 1991 kam es auf Druck aus dem Iran und Libyen zu Belastungen der bis dahin friedlichen Beziehungen zwischen Islam und Christentum. Vor allem in den nördlichen Landesteilen mit vorwiegend muslimischer Bevölkerung stossen Missionare in ihrer Arbeit auf Schwierigkeiten. [zurück]

ERITREA
Einwohner: 3.590.000; Religion: Muslime 50 %, orthodoxe Kopten knapp 50 %.
Die Beziehungen zwischen Christen und Muslimen sind gut. Allerdings sind
muslimische Extremisten aus dem Sudan, dem Jemen und Saudi-Arabien im Land tätig. [zurück]

GUINEA-BISSAU
Einwohner: 7.405.000; Religion: Muslime 86,9 %, Naturreligionen 4,6 %, Christen 4,3 %.
Die Regierung garantiert Kultusfreiheit, der einheimische Islam ist friedlich und weltoffen. 1996 wurden mehrere katholische Missionare aus politischen, nicht aus religiösen Gründen ausgewiesen. [zurück]

LIBYEN
Einwohner: 5.648.000; Religion: Muslime 97 %.
Unter dem Gaddafi-Regime wurde eine innovative Auslegung des Islams
eingeführt, die von konservativen Geistlichen abgelehnt wurde. Extremistische islamische Bewegungen bekämpfen das Regime. Religiöse Minderheiten stossen auf Schwierigkeiten. Die meisten christlichen Kirchen wurden nach der Revolution von 1969 geschlossen. Die Beziehungen zum Heiligen Stuhl haben sich jedoch im Lauf der Jahre verbessert; 1998 wurden die diplomatischen Beziehungen wiederaufgenommen. [zurück]

MALI
Einwohner: 9.945.000; Religion: Muslime 90 %, Naturreligionen 9 %,
Christen 1 % Der einheimische Islam ist weltoffen und dialogbereit. Staatspräsident Alpha Oumar Konare schätzt die christliche Glaubensgemeinschaft vor allem wegen ihres Beitrags zur sozialen und spirituellen Entwicklung des Landes. Nach seiner Auffassung widerspricht der religiöse Integralismus dem afrikanischen Wesen, dessen Identität auf der Vielfalt gründe. Integralistische Einflüsse kommen allerdings aus Saudi-Arabien. [zurück]

MAROKKO
Einwohner: 27.225.000; Religion: Muslime 98,7 %, Christen 1,1 %.
Der
Islam ist Staatsreligion; Juden und Christen geniessen jedoch Religionsfreiheit. König Mohamad VI., der auch religiöses Oberhaupt ist, geht gegen extremistische Tendenzen vor. Proselytenmacherei ist nicht erlaubt, Religionsaustritt aus dem Islam strengstens verboten. Es gibt Berichte von Übergriffen und Diskriminierungen gegen Christen. [zurück]

MAURETANIEN
Einwohner: 2.411.000; Religion: Muslime 99,5 %, Christen 0,2 %. Der Islam ist die einzige anerkannte Religion. Proselytenmacherei ist verboten; wer sich öffentlich zum Christentum bekennt, wird strafrechtlich verfolgt. In den 80er Jahren wurde das Islamrecht Scharia eingeführt; es wird auch auf Nichtchristen angewandt. [zurück]

NIGER
Einwohner: 9.389.000; Religion: Muslime 98,7 %, Naturreligionen 0,7 %, Christen 0,4 %.
Der einheimische Islam enthält zahlreiche aus den Naturreligionen stammende Elemente und gilt als weltoffen. Die Beziehungen zwischen Christen und Muslimen sind gut, obschon es extremistische muslimische Einflüsse gibt. [zurück]

NIGERIA
Einwohner: 103.460.000 (nach inoffiziellen Angaben 120.000.000); Religion: Muslime 45 %, Christen 45 % (davon 10-12 % Katholiken), Naturreligionen 9 %.
Die Beziehungen zwischen Christen und Muslimen sind zunehmend belastet, vor allem seit in 12 der insgesamt 36 Bundesstaaten das Islamrecht Scharia eingeführt wurde. In Nigeria gibt es mehr als 250 unterschiedliche Ethnien. Die gesellschaftliche und wirtschaftliche Situation ist schwierig.

Dies führt zu Spannungen, die oft in Gewalt enden. Oft handelt es sich bei den Auseinandersetzungen um Stammeskonflikte und die Aufteilung von Ressourcen. Politiker nutzen mitunter religiöse Gefühle zu politischen Zwecken. Die wenigen muslimischen Fanatiker und Extremisten sind allerdings sehr aktiv. Es handelt sich oft um Personen, die im Iran studiert oder Stipendien aus Libyen erhalten haben. Bei ihrer Rückkehr nach Nigeria missionieren sie aggressiv für den Islam. [zurück]

SENEGAL
Einwohner: 9.404.000; Religion: Muslime 92 %, Christen 7 %.
Der Islam im Senegal ist ethnisch geprägt. Er wird von den verschiedenen Stämmen den jeweiligen Bräuchen angepasst. Im Land lebt auch eine grosse libanesische Gemeinde, grösstenteils Schiiten, die integralistische Gruppen unterstützen. Vereinzelt gibt es Forderungen nach einem islamischen Staat. Die 2001 verabschiedete Verfassung garantiert die Trennung von Religion und Staat sowie Kultusfreiheit. [zurück]

SOMALIA
Einwohner: 6.870.000; Religion: Muslime 99 % (Katholiken: 200).
Der Staat existiert seit dem Sturz des Barre-Regimes 1991 praktisch nicht mehr. Das Land befindet sich in den Händen kriegführender Gruppen, die in den von ihnen kontrollierten Gebieten das Recht bestimmen. Die Kirche stösst auf Schwierigkeiten: Die Kathedrale von Mogadischu wurde zerstört, katholische Ordensleute mussten das Land verlassen. Bei der Konferenz von Arta (Dschibuti) wurde im Jahr 2000 die Gründung einer nationalen Übergangsregierung beschlossen, die den Islam als einzige Religion anerkennt. [zurück]

SUDAN
Einwohner: 28.883.000; Religion: Muslime 73 %, Naturreligionen 16,7
%, Christen 8,2 % (Katholiken: 3.148.593).
Der Sudan wird von
einem Militärregime regiert. Seit 1983 gilt das islamische Recht Scharia. Die Schriftreligionen - Christentum und Judentum - werden toleriert, doch für ihre Mitglieder gilt ebenfalls die Scharia. Proselytenmacherei ist verboten. Staatschef General Omar Hassan al-Baschir gilt als religiös tolerant und bemüht sich um eine interne Befriedung. Der Sudan ist gespalten in den vorwiegend arabischen und islamischen Norden und den Süden, in dem vor allem Christen und Anhänger von Naturreligionen leben.

Die Einführung der Scharia führte zu einem Volksaufstand im Südsudan. Im Bürgerkrieg starben seither mehr als zwei Millionen Menschen; Millionen mussten flüchten, weite Landesteile wurden zerstört. Die Religion ist nach Meinung von Kirchenvertretern einer von mehreren Faktoren des Krieges; auch wirtschaftliche Interessen spielen eine wichtige Rolle. Infolge der Flüchtlingsbewegungen stiegt der Anteil der Christen im Norden des Landes auf drei %. [zurück]

TSCHAD
Einwohner: 7.166.000; Religion; Muslime 54 %, Katholiken 20 %, Protestanten 14 %. Naturreligionen 7 %.
Das Land ist gespalten
zwischen einem vorwiegend muslimischen Norden und einem Süden, in dem Naturreligionen und Christentum vorherrschen. Der Islam gilt als weithin tolerant. [zurück]

TUNESIEN
Einwohner: 9.128.000; Religion: Muslime 99 % (Katholiken: 21.000).
Die
Verfassung von 1956 proklamierte den Islam zur Staatsreligion. Andere Glaubensbekenntnisse geniessen zwar Kultusfreiheit, doch ist Proselytenmacherei untersagt. Der Staat ist laizistisch, islamistische Bewegungen werden unterdrückt. Die kleine katholische Glaubensgemeinschaft bemüht sich um harmonische Beziehungen zu den Muslimen. [zurück]

(Quelle: Katholische Internationale Presseagentur KIPA, CH-1701 Freiburg im Üchtland, Schweiz; 5.12.2001 sowie RELIGIONEN HEUTE der KIPA, Nr. 49, 6.12.2001)  

     

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